polietilen (pe) granül

Was ist Polyethylen?

Polyethylen, ein gegen hochgradig widerstandsfähige Chemikalien widerstandsfähiger Thermokunststoff, welcher in vielen Produkten eingesetzt wird. In der Kunststoffindustrie wird es häufig mit seiner Abkürzung PE benannt. Das Ethylen-Molekül C2H4 besteht aus zwei doppeltgebundenen CH2 (CH2 = CH2). Polyethylen wird durch Polymerisation von Ethylen hergestellt. Polyethylen-Kunststoff kann in niedriger, aber auch in hoher Dichte hergestellt werden, es kann beschichtet werden, extrudiert werden und in verschiedene Formen gegossen werden. Polyethylen ist ein Material, dass Wasser in sehr geringen Mengen aufnimmt, es ist sehr hart, stabil, widerstandsfähig und formbeständig.

 

Aktuell werden bei der Polyethylen Herstellung generell, „Hochdruckverfahren“ und „Niedrigdruckverfahren“ eingesetzt. In der Kategorie „Hochdruckverfahren“ werden generell gewöhnliche Polyethylen mit niedriger Dichte (LDPE) hergestellt, wobei bei dem „Niedrigdruckverfahren“ Polyethylen in hoher Dichte (HDPE) und Polyethylen mit linear niedriger Dichte (LLDPE) hergestellt.

 

Recycling

Recyceltes Polyethylen wird im Ergebnis des aufgenommenen, entsorgten Kunststoffes und der Herstellung von Harz durch dessen erneutes Zermahlen erhalten. Anschließend kann das unbehandelte Polyethylen vermischt werden, es wird extrudiert und zu einem Film verarbeitet, und durch die Plastiktüten verarbeitet werden oder bei der Rohrherstellung eingesetzt werden. Recyceltes Polyethylen ist nicht so klar wie unbehandeltes Polyethylen.

 

Einsatzbereich

Polyethylen besitzt eine sehr breite Bandbreite für den Einsatz. Behälter, Küchengeräte, Kunststoffboxen, Kunststoffrohre, Röhrchen, Spielzeugbeschichtung, Kabeldämmschichten, Verpackungsfilm, sind häufige Einsatzfelder von PE, sowohl die Funktionalität, als auch die niedrigen Kosten sorgen dafür, dass es bevorzugt eingesetzt wird. Außerdem besitzt es noch das Einsatzfeld in Supermärkten, wie in Einkauftaschen, Tüten und Säcken, sowie Kunststoffflaschen.

 

Polyethylen mit niedriger Dichte (LDPE)

LDPE hat eine Dichte zwischen 0,910 – 0,930 g/cm³, die zu langen Verzweigungen an den Polymerketten sorgen dafür, dass es sich in einer amorphen Form befindet, es ist sehr flexibel, es weist eine hohe Reißfestigkeit auf und lässt sich von chemischen Substanzen nicht beeinflussen. Die maximale Einsatztemperatur beträgt 80°C. Die Schmelztemperatur beträgt 120°C. Es ist ein flexibler und knitterfreier Kunststoff.

 

Es ist das Polymer mit der höchsten LDPE Anforderung, sehr günstig, es wird für die Herstellung von vielen Kunststoffprodukten, wie Filmen, Flaschen, gefüllte Lebensmittelverpackungen, Spielzeuge etc. eingesetzt.

 

Polyethylen mit hoher Dichte (HDPE)

HDPE hat eine Dichte zwischen 0,940 – 0,970 g/cm³, die Molekülmorphologie ist anders als bei LDPE; die Verzweigungen auf den langen Karbonketten ist so kurz, dass sie fast gar nicht vorhanden sind. Aus diesem Grund ist es ein Kristallin (oder Halb-Kristallin)-Polymer. Es weist eine gute Widerstandsfähigkeit gegen Wasser und chemische Substanzen. Gegen Licht und freie Witterung ist es nicht so beständig wie LDPE. Mit speziellen Füllungen kann die Widerstandsfähigkeit erhöht werden. Die mechanischen Eigenschaften sind sehr gut, besonders die Stoß- und Ziehfestigkeit ist sehr hoch. Einige Füllstoffe können diese Eigenschaften noch verstärken. Normalerweise hat es eine Zieh-Reißfestigkeit von 225-350 kgf/cm². Die Hitzebeständigkeit beträgt über 100°C.

 

Es ist ein Material, das sich für die Injektion, Extrusion, Pulverbeschichtung, Filmziehen, Drehbeschichtung und ähnliche Formgebungsmethoden eignet. Die Beibehaltung von einer Injektion-Formtemperatur in Höhe von 50-70°C erhöht die Produktqualität, die aus dem Gerät kommt. Es ist auch für die HDPE elektrische Anwendung sehr geeignet.